Die Hohner Bürgerinitiative Krößmann‘scher Saal organisiert einen Bierzapf-Fortbildungskurs

| Nachrichten

Auf großes Interesse stieß der von der BI Krößmann‘scher Saal organisierte Bierzapfkurs. Der Frühling steht vor der Tür, aber auch hinter der Tür des alten Saales sprießen die Blumen zahlreich in den Biergläsern. Die Initiatoren des Abends starteten eine Qualifizierungsoffensive für das reichlich vorhandene Saalpersonals. Aber auch weitere interessierte Laien konnten sich fortbilden und nach dieser ernstzunehmenden Gaudi am Zapfen ihr Gefallen finden.

Text: Rainer Brammer, Bilder Jessica Kahle

Braumeister Arnd Bönisch hatte am Freitagabend viel zu erzählen und zu zeigen, was beim Bierzapfen alles beachtet werden muss. Die Zapfpraktikanten staunten, was für eine Vielfalt an Tricks und Vorschriften beachtet werden muss. Die richtige Vorbereitung ist das A und O beim Zapfen. CO2-Flasche aufstellen, Schläuche anschließen, den Schankhahn richtig einstellen – es bedarf einiger Arbeitsschritte, bis der Gerstensaft den Weg ins Glas findet. Ganz wichtig: die korrekte Hygiene. "Wer eine Zapfanlage zu Hause hat und sie nur am Wochenende nutzt, sollte sie vor jedem Gebrauch reinigen", sagt Arnd Bönisch. Zapfanlagen sind offene Systeme. Es können sich Ablagerungen bilden, die wiederum Nährboden für Bakterien und Keime sind.

Die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Hohner Zapfkurses jedenfalls erfuhren so einiges innerhalb von zwei Stunden – und trugen nebenbei noch einen Teil dazu bei, dass ein Stück Tradition weiterlebt. Am Ende zeigte sich der Brau-Experte – genau genommen hat er Lebensmitteltechnologie mit Fachrichtung Brauereitechnik studiert – sehr zufrieden mit Leistungen der Kursteilnehmer. Der Bierzapfkurs füllte den ganzen Abend aus. Schließlich musste nach jedem Übungsabschnitt das gezapfte Ergebnis auch wieder „entsorgt“ werden. Dabei verzichtete der Kurs auf eine „Bierkreislaufwirtschaft“ und verzehrte die Übungsmasse jeweils in dem besten Qualitätsstatus – Schaumkrone perfekt.

Am Schluss gab es ein Zertifikat

Das Ziel des Abends ist auf jeden Fall geschafft. Alle Teilnehmende bekommen am Ende ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am Ersten Hohner Zapfkurs ausgehändigt. Für das nächste Schützenfest sehen sich die Jungschützen Jannik Rösler und Rune Heinrich nun auf jeden Fall gut vorbereitet. "Da zapfen wir selbst", sagt Rösler. "Und mit dem Ausschenken muss es schnell gehen", ergänzt Heinrich. An der perfekten Schaumkrone werden sie bis dahin noch arbeiten.

Ausblick – „BI- Initiatoren wollen den Saal am Leben erhalten“

Jessica Kahle betonte gegenüber den Teilnehmern, dass die Arbeit der BI-Mitglieder für den Saal eine Herzensangelegenheit ist. Man will den Krößmann‘schen Saal in der Ortsmitte am Leben erhalten und ein breites Spektrum an gesellschaftlichen und kulturellen Attraktionen anbieten. Vor allem mit dem Blick auf die Bühne kommen bei den Besuchern viele schöne Erinnerungen hoch. Aktuell haben sich insgesamt vierzehn Hohner in der Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Arnd Bönisch ergänzt, dass die Bürger die Beziehung zum Saal nicht abreißen lassen dürfen. Dies erreicht man am besten durch ein vielfältiges Unterhaltungsangebot.

Dass der Saal genutzt werden darf, ist Oliver Holtz zu verdanken. Er stellt die Räume der Dorfgemeinschaft zur Verfügung.

Zurück