Erntedankfest der Kirchengemeinde Hohne

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Zu Gast bei Familie Cammann in Pollhöfen

Das diesjährige Erntedankfest der Kirchengemeinde Hohne wurde vom örtliche Land­Frauenverein und der Hohner Pfadfindergruppe mitgestaltet­. Familie Cammann aus Pollhöfen stellte freundlicherweise ihre Kartoffel­scheune zur Verfügung, die von den Männern des Hofes blitzblank geputzt und von den Pollhöfener LandFrauen herbstlich mit den Gaben aus Garten, Feld und Flur geschmückt wurde. Der Kirchenvorstand rund um Pastorin Prüßing-Neumann, für die es der erste Erntedank-Gottesdienst in ihrer neuen Kirchengemeinde Hohne war, sorgte für den Altar, die Aufstellung der Technik. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Hohne.

Am Sonntagmorgen füllte sich trotz des durch­wachsenen, aber nicht allzu kalten Wetters recht schnell die umfunktionierte Scheune am Ortseingang von Pollhöfen. Nachdem 2020 pandemie­bedingt der Erntedank-Gottesdienst auf dem Hof Salig in Spechtshorn stattfand, was allgemein sehr gut ankam, wurde die Idee in diesem Jahr wieder aufgegriffen, diesen besonderen Gottesdienst doch häufiger auf landwirtschaftlichen Höfen abzuhalten.

Dorothee Salig als Vorsitzende des LandFrauenvereins Hohne begrüßte die Gemeinde herzlich. Sie wies in ihrer Ansprache auf die Arbeit der Landwirte hin, und darauf, dass Pflanzen zum gesunden Wachstum Wasser, Dünger und Pflanzenschutzmittel benötigen. Der Zugang zu selbigen wird zunehmend erschwert, und viele Menschen haben heute leider keine Vorstellung mehr von der Arbeit, die nötig ist, bevor ein landwirtschaftliches Produkt im Supermarkt oder Hofladen zum Verkauf angeboten werden kann. Sie betonte, dass es mehr Wertschätzung braucht für die Lebensmittel, die täglich auf unseren Tisch kommen.

Pastorin Prüßing-Neumann begann ihre Predigt mit dem Wunsch des Gastgebers, sie solle doch mal was Schönes erzählen, schlimme Nachrichten gäbe es ja genug. Das ist leider nur zu wahr. Corona ist noch nicht vorbei, wir haben wieder Krieg in Europa und vieles wird teurer. Dennoch – diese Durststrecke wird auch irgendwann wieder vorbei sein. Als Beispiel führte Frau Prüßing-Neumann den Auszug der Israeliten aus Ägypten an, die ja auch einiges an Durch­halte­vermögen bewiesen, bis sie endlich im gelobten Land ankamen. Die Losung für diesen Gottesdienst "Der HERR schafft Recht den Waisen und Witwen und hat Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben" legte unsere Pastorin so aus, dass wir zusammenhalten sollen, und das gilt auch für die großen politischen Parteien, die in dieser Krisenzeit doch verstärkt lösungsorientiert und gemeinschaftlich arbeiten sollten. Es hilft nicht weiter, wenn man nur immer "DAGEGEN" schreit, ohne einen konstruktiven Vorschlag, wie es denn nun gehen soll. Es braucht mehr Miteinander und Zusammenhalt, im privaten Bereich wie auch in der Politik. 

Dorothe Weihmann als Leiterin der Pfadfindergruppe HiHo (Himmelfahrtskirche Hohne) ehrte danach mehrere Pfadfinder und Pfadfinderinnen mit einem besonderen Tuch für ihre Dienste. Das Maskottchen "Justus", eine freundlich-keck schauende Handpuppe, bekam ebenfalls ihr erstes Halstuch verliehen.

Die LandFrauen und Pfadfinder führten abwechselnd die Lesungen durch.

Zum Abschluss segnete Pastorin Prüßing-Neumann die Gemeinde aus luftiger Höhe – stand sie doch in einem zu der Umgebung passenden großen Kartoffelkorb, der per Gabelstapler über die Köpfe der Anwesenden gehoben wurde!

Nach dem Gottesdienst bewirteten die LandFrauen die Besucher mit köstlichen, herzhaften Muffins und einem fruchtigen, alkoholfreien Beeren-Cocktail. Es konnte auch selbstgemachter Fruchtaufstrich erworben werden. Der Kirchenvorstand bot gegen eine Spende heißen Kaffee und leckeren Kuchen zur Stärkung an. Alle Einnahmen und Spenden für die Erntegaben flossen in Projekte der Kirchengemeinde.

Die Kollekte, die von den Pfadfinderkindern ein­gesammelt wurde, unterstützen die Diakonie in ihrem vielfältigen Aufgabengebiet.

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