Solarparks in Hohne
Die Gemeinde Hohne setzt seit Jahren auf erneuerbare Energien und verfügt gleich über zwei bedeutende Projekte zur nachhaltigen Stromerzeugung. Während im Norden der Windpark Schmarloh sauberen Strom liefert, befinden sich am südlichen Ortsrand auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks Röpe zwei Solarparks.
Für den damaligen Bürgermeister Erhard Thölke gehörte die Entwicklung des ehemaligen Industriegeländes zu einem gelungenen Beispiel für eine nachhaltige Nutzung der Fläche. Wo früher eine versiegelte Industriebrache lag, erzeugen heute Photovoltaikanlagen umweltfreundliche Energie. Gemeinsam mit den damaligen Ratsmitgliedern Hans-Rainer Rohde und Hartmut Hentschel hatte er sich frühzeitig für eine sinnvolle Nachnutzung des Areals eingesetzt.
Auf dem Gelände wurden bis 2005 Betonfertigteile produziert und gelagert. Nachdem das Werk geschlossen worden war, begannen 2008 Verhandlungen zwischen der Gemeinde, dem Insolvenzverwalter und dem benachbarten Lohnunternehmen Cramm, das seinen Betrieb erweitern wollte. Die Gespräche erwiesen sich als schwierig, da die Preisvorstellungen zunächst weit auseinanderlagen. Hinzu kam, dass Bodengutachten erhebliche Altlasten aufdeckten. Insbesondere im Bereich eines ehemaligen Tauchbeckens wurden starke Teerverunreinigungen festgestellt, die aus der Imprägnierung von Betonteilen stammten.
Schließlich konnte eine Einigung erzielt werden. Das Lohnunternehmen Cramm übernahm den nördlichen Teil des Geländes, während für den südlichen Bereich die Idee entstand, dort einen Solarpark zu errichten. Mit der Klein Neue Energien GmbH aus Delbrück-Boke wurde schließlich ein Investor gefunden, der das Projekt realisierte.
Insgesamt entstanden zwei Solarparks mit 10.584 Solarmodulen und einer Gesamtleistung von 2.593 Megawatt. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2012 wird der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Die Erträge der Anlagen können online verfolgt werden. Bereits mehr als 3,9 Millionen Kilowattstunden Strom wurden erzeugt und eingespeist, wodurch über 2.700 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden konnten. Allein die Jahresproduktion des Solarparks Hohne hätte ausgereicht, um rund 532 Vier-Personen-Haushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.500 Kilowattstunden zu versorgen.
Zudem wurde die Sanierung der auf dem Gelände vorhandenen Altlasten erfolgreich abgeschlossen. Für die Arbeiten mussten zeitweise einzelne Solarmodule demontiert werden. Die Sanierung wurde durch Fördermittel aus der Richtlinie Altlasten-Gewässerschutz unterstützt. Auch der Landkreis begleitete das Vorhaben konstruktiv.