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Feldrundfahrt des Landvolk Hohne - 02.07.2025

| Gemeinde

Am bisher heißesten Tag dieses Jahres trafen sich Mitglieder und Gäste zur Feldrundfahrt des Landvolks Hohne im Ort Hohne auf dem Hof der Familie Cramm. 

Text Christoph Düvel, Bilder Oliver Hase

Mischpflanzenanbau - Edzard Dralle

Trotz der hohen Temperaturen von nahezu 37°C trafen sich doch noch 45 Interessierte, um an der Feldrundfahrt teilzunehmen. Die ersten Ziele waren Feldschläge auf denen Edzard Dralle Pflanzengemenge, das heißt Mischung verschiedenster Pflanzen, hier mit der Hauptfrucht Hafer angebaut und in diesem Fall, bis auf einen kleinen Teil bereits geerntet hatte. Diese wurden mit dem Feldhäcksler abgeerntet und auf dem Betrieb einsiliert. Die Pflanzen sollen als Substrat für seine Biogasanlage dienen. Er ist verpflichtet, nur eine bestimmte Menge seines Substrats aus Maispflanzen für die Stromerzeugung in seiner Biogasanlage einzusetzen. Die Ernteerträge und die Qualität dieses Gärsubstrats, also die Gasausbeute kommen nicht an die Leistung des Silomais heran. Als Vorteil sieht Edzard Dralle die erweiterte Fruchtfolge mit über das Jahr verteilten Wachstumsphasen.

Allgemeiner Vegetationsverlauf- - Beratungsringleiter Peter Trumann

Dieses Frühjahr war sehr trocken. Zwar konnten die Sommerfrüchte früh und problemlos bestellt werden, doch besteht seit Ende April für das Wintergetreide auf den sogenannten leichten Standorten Beregnungsbedarf. Aufgrund der fehlenden Niederschläge wurden auch schon das Sommergetreide und die Kartoffeln intensiv beregnet. Aktuell werden auch Mais und Zuckerrüben beregnet. Hitzeschäden und Trockenstress durch die hohen Temperaturen des heutigen und der letzten Tage sind vor Ort unübersehbar. Die bei uns eher selten angebaute Wintergerste ist bereits mit mittleren bis guten Erträgen geerntet. Durch die Hitze hat auch das übrige Getreide in der Abreife einen deutlichen Sprung gemacht und Peter Trumann erwartet die Ernte der Hauptfrucht Sommergerste, von Roggen und Weizen bei vorhandenem Erntewetter schon ab der nächsten Woche.

Heidelbeerplantagen der Brüder Lennard und Jonathan Hager; „Hagers Beeren“

Die Tour führte weiter nach Hahnenhorn zu den Heidelbeerplantagen der Brüder Lennard und Jonathan Hager; „Hagers Beeren“. Lennart und Mutter Mareike Hager führten unsere Gruppe über die Heidelbeerplantage und präsentierten die Heidelbeeren im Folientunnel. Zusätzlich zu den Heidelbeeranbau unter freien Himmel, haben Hagers auf der Fläche am Hof Folientunnel errichtet. Es ist das Ziel, schon früher im Jahr Heidelbeeren ernten zu können, einen besseren Preis zu erzielen und die Ernte abzusichern. Mit der Tröpfen-Bewässerung, kombiniert mit flüssiger Düngung werden die Pflanzen computergesteuert versorgt. Auch im Folientunnel ist die übliche Frostschutzberegnung installiert, um insbesondere in der Blüte Frostschäden, auch im Folientunnel zu vermeiden. Geerntet werden die Heidelbeeren im Tunnel, und bei Hagers auch im Freiland per Hand. Da noch nicht alle Beeren geerntet waren, hat die Gruppe ein wenig geholfen und die leckeren Beeren direkt verwertet.

In den klimatisierten und an diesem Tag wunderbar kalten Lager und Verpackungsräumen erläuterten Hagers die automatische Sortieranlage. Dieses Gerät ersetzt die zeitaufwendige und langwierig mühsame Sortierung per Hand. Die Ware wird eingefüllt und kann nach dem Durchlauf verkaufsfertig in die bekannten Pappschalen abgefüllt werden.

Die Heidelbeeren werden über regionale Vermarkter, Hofläden und über Großmärkte und den Einzelhandel vermarktet. So sind die wohlschmeckenden Früchte aus der Nachbarschaft auch bei „Ankermann“ zu finden.

Hier noch einmal herzlichen Dank an die Familie Hager von „Hagers Beeren“ für die informative Führung auf ihren Betrieb.

Einkehr auf den Hof der Familie Cramm

Zurück ging es nach Hohne auf den Hof der Familie Cramm; wo uns das Team um Birgitt Cramm schon erwartete und wir mit kühlen Getränken und Imbiss versorgt wurden. Nachdem wir uns unter den Schauer vor sich dem ankündigen Gewittersturm zurückgezogen hatten, klang der Abend mit intensiven Gesprächen über die heutige Feldrundfahrt und die Landwirtschaft langsam aus.

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