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Informationsveranstaltung der Landfrauen zum Thema Organspende hilft Leben retten

v.l. Marion Nicke, Brigitte Gravermann, Marianne Gakenholz

Am 23.04.09 begrüßte die Vorsitzende M. Gakenholz im Spechtshorner „ Haus am Spetzen“

alle Teilnehmerinnen, darunter die 1. Kreisvorsitzende E. Cramm sowie ihre Stellvertreterin A. Strüber.

Die Koordinatorin Marion Nicke von der Deutschen Stiftung Organtransplantation und Brigitte Gravermann als Organempfängerin waren als Referenten eingeladen.

Es galt an diesem Abend sich mit der Thematik der Organspende auseinander zu setzen. Die Landwirtschaftliche Krankenkasse Niedersachsen-Bremen hat gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation der Region Niedersachsen dieses Thema aufgegriffen, an dem sich seit Oktober 2008 auch die beiden niedersächsischen Landfrauenverbände mit einer Aufklärungskampagne beteiligen.

Warten auf einen Spender – für Betroffene und Angehörige eine Zerreißprobe, die manchmal auch tödlich ausgeht, weil jede Hilfe zu spät kommt. Der Weg ein potenzieller Organspender zu sein, ist sehr steinig. Es mangelt vor allem an Aufklärung und der Auflösung von Tabus zum Thema Organspende. Die Entscheidung muss aus dem Leben heraus getroffen werden und jeder von uns sollte sich mit der Frage- will ich, kann ich einer Organspende zustimmen? – auseinandersetzen. Das ist nicht nur eine Frage der Solidarität. Ethik und Moral spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Denn nur wenn FÜR und WIDER ausgiebig und behutsam analysiert werden, sind wir in der Lage unsere Entscheidung zu treffen.

B. Gravermann leitete erstmals eine Informationsveranstaltung und setzte in ihrem Vortrag folgende Schwerpunkte:

1. Organtransplantation – vom medizinischen Wunder zum etablierten Therapieverfahren.

Die erste erfolgreiche Organtransplantation war im Jahr 1954, wo in Boston einem Menschen eine Niere verpflanzt wurde. Die erste Herztransplantation wurde 1967 durchgeführt. Seitdem ist die Zahl der übertragenen Organe gestiegen und damit verbunden auch die langfristige Erfolgsrate durch die Verbesserung der Medikamente, die das Abstoßen der Organe verhindern. In den rund 50 Kliniken in Deutschland werden Herz, Lunge, Leber, Niere und Bauchspeicheldrüsen transplantiert. In Norddeutschland haben 7 Kliniken eine Zulassung für Organübertragungen. Bei Lungentransplantationen ist die MHH weltweit Vorreiter. Auf der aktiven Warteliste standen lt. Statistik im Jahr 2007 über 8000 Personen, 3000 Übertragungen wurden durchgeführt. Die Zahlen zeigen das Problem: es gibt zu weinig Spendeorgane.

2. Die Erklärung zur Organspende

Viele Bundesbürger stehen der Organspende positiv gegenüber. Dennoch halten nur sehr wenige ihre Entscheidung schriftlich fest. Dieses kann an mangelnder Information liegen. Daher ist es wichtig sich zu informieren und dann entscheiden. Eine Zustimmung kann auch jederzeit widerrufen werden.  Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Stiftung Organtransplantation sowie in vielen Apotheken, in Arztpraxen und Einwohnermeldeämtern sind Organspendeausweise erhältlich. Das Ausfüllen dieser Erklärung ist ein völlig unbürokratischer Vorgang. Damit jegliche Form von Missbrauch ausgeschlossen werden kann, setzt das Transplantationsgesetz vom 1.12.1997 klare Regeln.

3. Wann ist ein Mensch tot?

Für eine Organtransplantation kommen nur Hirntode in Frage. Die Hirntoddiagnostik wird von zwei erfahrenen Ärzten unabhängig voneinander vorgenommen .Damit ein Interessenkonflikt ausgeschlossen ist, dürfen diese Ärzte nicht selbst an Organentnahmen oder Transplantationen beteiligt sein.

4. Der Ablauf der Organspende

In jedem Fall wird ein Gespräch mit den Angehörigen geführt. Im Organspendeausweis kann man bestimmen, welche Organe entnommen werden dürfen. Nach eingehender Abklärung erfolgt die Entnahmeoperation. Danach gelangen die Organe auf dem schnellsten Weg zu den Transplantationskliniken, wo die Empfänger bereits vorbereitet wurden. Wichtig ist auch zu wissen, dass der Name des Spenders bzw. des Empfängers anonym bleibt.

 

B. Gravermann hat im Alter von 55 Jahren  2006  zwei Organe gleichzeitig verpflanzt bekommen, die Leber und eine Niere. Nachdem bei ihr 1975 die Erbkrankheit „ Zystenleber und Zystenniere“ diagnostisiert wurde und der Gesundheitszustand, physisch und psychisch, sich stetig verschlechterte, wurde ihr eine Transplantation angeraten um auch der bevorstehende Dialyse zu entkommen. Nachdem sie sich zu dem „ Sprung ins Ungewisse“, wie sie ihre Entscheidung  zur Transplantation nannte, entschlossen hatte, begann die Wartezeit auf ein passendes Organ. Vom Vorgespräch bis zur Operation stand ihr M. Nicke zur Seite. Bereits zwei Wochen nach der OP konnte sie entlassen werden. Sie hat ihren Beruf wieder aufgenommen und führt ein normales Leben.  B. Gravermann beendet  diesen Vortrag mit dem Satz: „ Die Freude darüber, die Erleichterung, das Glücksgefühl und die Dankbarkeit sind fest verankert in mir und werden mich sicher mein Leben lang begleiten“  

 

M. Gakenholz dankte B. Gravermann und M. Nicke für die Informationen, die jeder mit nach Hause nahm um für sich eine Entscheidung zu treffen.

 

 

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Wir bitten um Beachtung

 

Für das Wochenendseminar Stuhlflechterei am 27.06.09( ab 09.00 Uhr) u. 28.06.09 ( ab 10.00 Uhr)

sind noch Plätze frei, Kosten: incl. Material 65,00 €..

 

Ebenfalls sind noch Plätze frei für folgende Tagesfahrten:

17.07.09 nach Königslutter, Frühstück in der „ Alten Mühle“ in Weyhausen, anschl. zur Paramentenwerkstatt nach Helmstedt, Dombesichtigung in Königslutter, danach Zeit zur freien Verfügung, Rückfahrt ca. 18.00 Uhr. Kosten: 35,00 €/Pers. incl. Frühstück u. Eintritt. Abfahrt: 09.30 Uhr in Hohne.

19.08.09 zur BUGA nach Schwerin, Kosten: 33,00 €/Pers., Abfahrt 06.00 Uhr in Hohne, Rückfahrt ab 16.00 Uhr.

06.12.09 nach Hamburg zum Weihnachtskonzert, Beginn um 15.30 Uhr, in der Laeitzhalle wird weihnachtliche Musik aus San Marco vom Carl-Phlipp-Emanuel-Bach Chor und Orchester vorgetragen. Auf der Rückfahrt Abendessen in Walsrode. Kosten: 35,50 €/Pers. (Bus u. Konzertkarte).

 

23.06.09 Fahrradtour nach Teichgut. Besichtigung der Fischzuchtteiche der Familie Nabein anschl Kaffee und Kuchen bzw. Fischbrötchen. Treffen: 12.30 Uhr in Ummern auf dem Dorfplatz.

 

Anmeldung bei den Vertrauensfrauen.