„Wenn der Weihnachtsmann eine Frau wäre…“

|   Gemeinde

Provokante Fragestellung bei den Hohner LandFrauen

Mit ihrem Vortrag: “Wenn der Weihnachtsmann eine Frau wäre….“ war Hella Mahler, Pastorin und Gleichstellungsbeauftragte der ev.luth. Kirche Hannover bei den Hohner Landfrauen. Für uns alle ist es selbstverständlich, dass der Weihnachtsmann ein Mann sein muss… dies Phänomen beleuchtet sie von verschiedenen Seiten: Tradition, Christentum, Geschichte, heutige Zeit. Entstanden ist er aus der Figur des Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kinder und wurde nach der Reformation mit dem Christkind zusammen zur Figur, die die Geschenke bringt.

Viele verbinden geheimnisvolle Erlebnisse aus der Kindheit mit dem Weihnachtsmann. Ironisch beleuchtet sie die Aufgabenverteilung in der Weihnachtszeit. Wer kümmert sich um Deko, Geschenke, den Schmuck am Weihnachtsbaum, das leckere Essen, Plätzchenteller und darum, dass alle sich wohlfühlen? Und wer schultert den Sack mit den Geschenken und wird mit leuchtenden Augen angestrahlt?

Dazwischen liest sie Texte vor in denen es um diese Frage geht oder in denen die Frau tatsächlich den Weihnachtsmann spielt, teils amüsant, teils zum Nachdenken aber immer sehr eindringlich nimmt sie die Anwesenden mit in diese Geschichten.

Im Grunde soll der Weihnachtsmann ein Zeichen der Liebe für die Kinder sein: Weil Gott mich lieb hat, bringt er mir Geschenke! Ob das nun ein Mann oder eine Frau macht ist völlig egal. Oft genug hat in der Vergangenheit eine Frau den Weihnachtsmann spielen müssen, z. B. weil kein Mann da war. Was wäre so schlimm, wenn man dies erkennen würde?

Viele Menschen haben vielleicht Angst vor Veränderungen. Gerade das Fest von Weihnachten wird oft sehr traditionell gefeiert. Frau Mahler fragt zum Ende ihres Vortrags, ob es wirklich schlimm ist, wenn eine Weihnachtsfrau die Geschenke bringt? Das Leben ist immer im Fluss, nichts bleibt, wie es war. Wir dürfen uns nicht vor Veränderungen verschließen und akzeptieren, dass junge Menschen ihr Leben anders leben. Und da passt dann auch die Weihnachtsfrau hinein.

Gott hat extra ein Kind geschickt, damit wir im Dunkeln ein Licht anzünden. Sind wir offen für Neues?! Ein nachdenklicher und gleichzeitig humorvoller Vortrag, eine tolle Referentin, ein adventlich geschmückter Saal im Anno 1901 in Hohne und dazu leckerer Kuchen. Für alle anwesenden Mitglieder ein Nachmittag, der sicher zu den Höhepunkten der diesjährigen Adventszeit gehören.

 

Zurück