Telekom-Kabel blockiert Bauarbeiten

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Sanierung zweier Brücken bei Hohne ruht vorläufig / Unternehmen prüft auf Schäden

Bei Bauarbeiten werden ja häufig ungeahnte Dinge zutage gefördert, die Archäologen oder andere Wissenschaftler dann zu spannenden Erkenntnissen führen. Viel profaner, aber nicht weniger bedeutend ist, was bei der Sanierung zweier Brücken an einem Wirtschaftsweg der Gemeinde Hohne entdeckt wurde: „Ein Glasfaserkabel der Telekom kann nicht geortet werden“, gab Gemeindedirektor Jörg Warncke im Rat bekannt. Das könne zu einem Problem für den Brückenbau am Flettmarschen Weg werden. Schließlich muss das Kabel, damit es bei den Arbeiten nicht beschädigt wird, erst einmal gefunden werden – bis dahin geht es nicht weiter.

Wie Warncke auf CZ-Nachfrage sagte, ruhen die Bauarbeiten seit etwa zwei Wochen. „Wir sind ständig mit der Telekom im Gespräch.“ Der Verwaltungschef im Lachendorfer Rathaus sieht das Kommunikationsunternehmen am Zuge. Bis Ende Mai sollte die Sanierung der zwei Brücken über das Schwarzwasser und den Hahnenmoorgraben abgeschlossen sein. Nun könnte es wegen des Kabels zu Verzögerungen kommen.

Telekom-Sprecherin Stefanie Halle bestätigt, dass bei Arbeiten an einer der Brücken Kabel freigelegt wurden. „Wir sind jetzt mit einer Fachfirma dabei zu klären, ob ein Schaden entstanden ist, und werden dann, falls nötig, Reparaturen vornehmen.“ Von Internet-Ausfällen hat Hohnes Bürgermeisterin Christa Harms aber bislang nichts gehört.

Nach dem Brückenneubau soll Ende August die Fahrbahnsanierung beginnen. Der Flettmarsche Weg verbindet Hohne mit Nienhof. Landwirte, die dort Felder haben, müssen wegen der Arbeiten vorerst Umwege in Kauf nehmen. Für den Brückenneubau bekommt Hohne Fördermittel vom Land. Die Kosten für die Wegesanierung teilt sich die Gemeinde mit Langlingen und Müden/Aller.

(Bericht Cellesche Zeitung vom 13.03.2021 - Carsten Richter)

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