Politiker kämpfen für Erhalt von Geldautomat

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Das SB-Center der Sparkasse in Hohne ist den Politikern im Gemeinderat wichtig. Nun hat es eine Entscheidung gegeben. Darum geht es.

Die Menschen in Hohne und den umliegenden Orten sollen auch künftig mit Bargeld versorgt werden, ohne dafür lange Wege in Kauf zu nehmen. Die Fraktion der Wählergemeinschaft Hohne (WGH) im Gemeinderat hat deshalb den Antrag gestellt, eine Resolution zu verabschieden. Tenor: Das SB-Center an der Dorfstraße mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker soll erhalten bleiben. Zumindest bei den Ratskollegen stieß die WGH mit ihrem Wunsch auf Zustimmung. Der Beschluss der Resolution fiel am Ende einstimmig aus.

Sparkasse und Volksbank strukturieren um

Hintergrund des Antrags sind die Umstrukturierungen der Banken. Der Trend ist eindeutig: Mehr und mehr Menschen erledigen ihre Geldgeschäfte im Internet, zudem wird immer häufiger bargeldlos bezahlt. Trotzdem sieht die WGH eine Benachteiligung des ländlichen Raumes, wenn die Bargeldversorgung weiter ausgedünnt wird. "Das Zeitalter des komplett bargeldlosen Zahlungsverkehrs ist noch nicht angebrochen", heißt es im Antrag der Fraktion.

Politik will Sparkasse in Hohne halten

Zum Jahreswechsel hat die Volksbank in Hohne ihren Geldautomaten abgebaut. Die Sparkasse betreibt das SB-Center weiter, Volksbank-Kunden müssen allerdings eine Gebühr entrichten, wenn sie an dem Automaten Geld abheben wollen. Kontoauszüge können nur Kunden der Sparkasse ausdrucken. "Die Schließung von SB-Standorten ist in unserem Haus derzeit kein Thema", hatte Sparkassen-Sprecherin Alexa von der Brelje im August auf CZ-Anfrage gesagt. Wie aber geht die Entwicklung weiter? Diese Sorge treibt die Politiker um.

Rat wünscht sich auch Möglichkeit der Geldeinzahlung

Mit der Resolution will der Rat auch die Bitte an die Sparkasse verbinden, am SB-Standort in Hohne die Möglichkeit einer Geldeinzahlung zu prüfen – das geht bislang nicht. WGH-Fraktionschef Jörn Künzle denkt dabei vor allem an Gewerbetreibende, die nicht bis nach Lachendorf oder Wesendorf fahren sollen, um ihr Geld zur Bank zu bringen. Die fertig ausgearbeitete Resolution soll an den Vorstand der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, an Celles Landrat Klaus Wiswe und die Mitglieder des Kreistags versendet werden.

Nicht nur in Hohne setzt sich die Politik für den Erhalt der örtlichen Bargeldversorgung ein. Auch in Faßberg und Nienhagen gab es im vergangenen Jahr Kritik an den Umstrukturierungen der Banken.

(Bericht Cellesche Zeitung vom 10.03.2021 - Carsten Richter)

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