Auf die Plätze, fertig, sanieren!

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Samtgemeinderat Lachendorf stimmt für Modernisierung des Waldbads Hohne / Projekt wird günstiger als geplant

. Erinnern Sie sich noch, wie Läufer Usain Bolt bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 mit spielerischer Leichtigkeit gleich dreimal Gold holte? So leicht kann es selbst beim Großprojekt Olympia gehen, wenn alles an einem Strang zieht.

Nicht ganz so olympisch, dafür aber auch mit vereinten Kräften läuft die Sanierung des Waldbads Hohne-Spechtshorn an. Im Juni gab der Bauausschuss der Samtgemeinde Lachendorf einstimmig grünes Licht für die damals noch mit rund 1,8 Millionen Euro veranschlagte Sanierung. Am Montag stimmte auch der Samtgemeinderat einstimmig für das Projekt. Damit ist die letzte Hürde mit Bravour genommen. Jörg Warncke, Bürgermeister der Samtgemeinde, ist zufrieden. „Jetzt müssen wir natürlich den Förderantrag stellen, denn das können wir nur umsetzen, wenn es Fördermittel gibt. Die Dorferneuerung „Aschau-Niederung“ hat die Sanierung als prioritäres Projekt aufgeführt. Insofern hoffen wir ganz stark, dass die Förderung erfolgt und wir 2021 mit der Umsetzung beginnen können“, sagt Warncke.

Dafür muss bis 15. September ein Antrag eingereicht werden. „Antragsteller wird jetzt doch der Förderverein sein, nicht die Gemeinde.“ Anders als zunächst gedacht, kann auch der Förderverein den Höchstsatz von 63 Prozent Zuschuss bekommen, statt der ursprünglich eingeplanten 30 Prozent. „Das hat den großen Vorteil, dass die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend gemacht werden kann, weil der Verein das über den Betrieb absetzen könnte“, erläutert Warncke und übersetzt für Nicht-Verwaltungsexperten: „Die Gesamtkosten sind dann nicht mehr 1,8 Millionen, sondern Netto nur 1,55 Millionen.“ Im günstigsten Fall würde die Gemeinde dann eine Investition von rund einer halben Million schultern müssen.

„Für den Förderverein ist das ein deutliches Zeichen, dass die Gemeinde hinter dem Waldbad in Hohne steht, und wir gehen jetzt voll motiviert in die Aufgaben. Wir stellen die Anträge, wir müssen versuchen, die Fördermittel einzutreiben und gemeinsam dann den Finanzrahmen auf die Beine zu stellen. Das Ja zur Sanierung des Bades freut uns“, sagt Vorsitzender Erhard Thölke.

Am geplanten Zeitrahmen für die energetische und technische Sanierung wird sich nichts ändern. Im Herbst 2021 würden die Arbeiten beginnen, die Saison 2022 fände wie gewohnt statt, bis zum Sommer 2023 würde dann die Fertigstellung erfolgen. (ben)

(Bericht Cellesche Zeitung vom 16.07.2020)

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