Rat verlangt Schadensausgleich

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Asbest entsorgen: Hohner Politiker wollen Haushalt nicht belasten

Schon in der Einwohnerfragestunde wurde deutlich: Das Thema brennt den Menschen in Hohne unter den Nägeln. Wie berichtet, ging es in der Sitzung des Gemeinderates in der vergangenen Woche vor allem um die Zukunft des ehemaligen Dea-Geländes. Zweiter wichtiger Punkt war der Fund von Asbest-Resten in Wirtschaftswegen. „Die betroffenen Wege sind nach wie vor gesperrt“, sagte Gemeindedirektor Jörg Warncke auf die Frage eines Bürgers. Und: „Nein, durch gebundenes Asbest wird die Gesundheit nicht beeinträchtigt“, gab der Verwaltungschef Entwarnung.

Auch die Politiker verlangten, dass der Fall schnellstmöglich aufgeklärt wird. Einstimmig haben sich die anderen Fraktionen deshalb einem Antrag der Wählergemeinschaft Hohne (WGH) angeschlossen, die darum bittet, dass unverzüglich ein Schadensausgleich für die Beseitigung des kontaminierten Materials und die Ausbringung des neuen Gemischs geprüft werde. „Wir haben die Verantwortung, diesen Schaden vom Haushalt fernzuhalten. Mit einer Zahlung geben wir uns auf keinen Fall zufrieden“, sagte WGH-Fraktionschef Jörn Künzle.

Vor rund einem Jahr waren einem aufmerksamen Spaziergänger die Asbest-Reste aufgefallen – der Bauschutt war der Gemeinde geschenkt worden. Die Wirtschaftswege wurden daraufhin gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Celle hatte ein Ermittlungsverfahren Anfang dieses Jahres eingestellt. „Dann müssen wir zivilrechtlich weiterkommen“, sagte Künzle im Rat. Es wird befürchtet, dass auf die Gemeinde Hohne erhebliche Kosten zukommen. (car)

(Bericht Cellesche Zeitung vom 16.07.2020 - Carsten Richter)

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